Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verging. Grade wurde ich nach dem Ausflug mit meiner Mannschaft nach Hambrücken wieder in meine Einzimmerwohnung zurück gebracht, da regte sich schon wieder etwas an meiner Eingangspforte.
Meine Schöpfer kamen, um mich zum nächsten Böllertreffen abzuholen…Richtig Stress kann ich euch sagen. So kurz hintereinander, das war ich gar nicht mehr gewohnt. Man wird ja schließlich nicht jünger, aber das bleibt natürlich unter uns 😉
Nach einigen kleinen Turbulenzen beim Verladen auf den Anhänger, ging die Reise los. Unser Ziel war dieses Mal das 8. Südwest-Deutsche Böllerschützentreffen der Verbände BSV (Baden), PSSB (Pfalz) und SVS (Saar). Kurz und gut, ein Böllertreffen in dem nahegelegenen Nußloch! Diese Bezeichnung ist auch vollkommen ausreichend, das andere kann sich ja doch kaum einer merken (HAHAHA).
Hier waren 8 Schussreihen angesagt. Eine mehr als in Hambrücken – sorry, aber das war mir dieses Mal dann doch ein bisschen zu viel…
Nach zwei Mal Salut in unterschiedlichen Konstellationen zu Beginn folgten ein langsames und ein schnelles Reihenfeuer, Doppelschlag, wo immer 2 Schützen vortreten, ein Echo-Schießen und ein gegenläufigen Reihenfeuer. Und zum Abschluss dann nochmal ein gemeinsamer Salut!
Alles schön und gut, aber mitten in den Schussreihen brauchte ich einfach eine kurze Pause.
Sollten die anderen doch denken, was sie wollten.
Ich gebe immer mein Bestes, doch auch ich stoße manchmal an meine Grenzen. Kurzerhand gab ich einen Fehlschuss ab – schließlich musste ich auch an mich denken. Die Sonne brannte auf mein eisernes Rohr, und das bisschen Wasser zwischendurch zum Wischen war mir einfach zu wenig Aufmerksamkeit.
Und wie soll ich sagen, es hatte funktioniert… Danach waren wieder alle Zuhörer bei mir und meinem Auftritt…es geht doch…
Aber ich merke schon, ich rede mal wieder nur von mir. Dieses Mal waren 10 Böllerschützen der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. mit anwesend. Meine Kanoniere, die auch nach einer Fehlzündung zu mir stehen und weitere 4 Hand- und Schaftböllerschützen.
Auch sie setzten sich lautstark unter den 132 anwesenden Böllergeräten gebührend in Szene. Schließlich sind wir alle ein Team und die ganzen Böllerschützen untereinander sind wie eine Familie, die die uralte Tradition des Böllerschießens aufrechterhalten möchten
Ganz besonders habe ich mich über ein bekanntes Rettigheimer Gesicht gefreut. Immerhin fand er den Weg, wenn auch leider als Einziger, den Weg zu uns und war ebenso mit einer Begeisterung dabei, wie der Rest der anwesenden Zuhörer. Um ihn nicht verlegen zu machen, werde ich natürlich seinen Namen nicht erwähnen, aber du weißt wen ich meine 😉
So schön wie ein Böllertreffen auch ist, so anstrengend kann es auch sein. Und so freute ich mich am Abend dann doch auch wieder auf meine eigenen 4 Wände, in die ich liebevoll zurückgebracht wurde.
Bei den nächsten Böllertreffen dürfen dann meine Kameraden gerne auch wieder mal allein zugegen sein.
12.7. in Graben-Neudorf,
18.7. in Adersbach und
19.7. beim Roter Fischerfest.
Übrigens freuen sich auch die Hand- und Schaftböllerschützen auf bekannte Gesichter.
Bis hoffentlich bald mal wieder!
Für die Bürgerwehr
Jaquelin vs. Helga Just

