Endlich ist es wieder soweit…

,,,Na ja, zumindest halbwegs…

Am

Sonntag, den 10. Oktober gibt es

von 13.30 – 16.30 Uhr

einen Kuchenverkauf beim Vereinsheim der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V.

Wir backen was das Zeug hält, und möchten Euch endlich mal wieder mit einer gewohnt großen und vielfältigen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen und Torten verwöhnen.

Also leider noch KEIN Kaffeeklatsch, sondern „NUR“ Kuchen togo – zum zu Hause genießen!!!

Über zahlreiche Abnehmer würden wir uns trotzdem sehr freuen.

Außerdem bieten wir zum ersten Mal selbstgemachte Marmelade an – nur solange der Vorrat reicht 😉

Bitte achtet auf die derzeit gültige Corona-Verordnung.

Na dann, bis Sonntag

Für eure Bürgerwehr

Helga Just

„Eine schöne Zeit war es damals…“

Schon lange vor Corona, als die Treffen im Vereinsheim der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. noch völlig unkompliziert waren und wir zu verschiedenen Anlässen unsere Mitglieder begrüßen konnten…, zu jenen Zeiten waren auch unsere „ältesten“ Mitglieder regelmäßig und sehr gerne unsere Gäste. Meist hatten sie sogar den gleichen Tisch und verweilten mit uns bis in die späten Abendstunden, um die Zeit unter Freunden zu genießen.

Schon lange vor Corona erzählten die „Damen“, wie wir sie oft wertschätzend nennen, davon, dass in unserem Vereinsheim vor langer Zeit mal das alte Rathaus war.

Schon lange vor Corona interessierte mich persönlich das brennend, auch mit dem Hintergedanken, daraus mal wieder einen Artikel für unser Ortsblatt zu schreiben.

Ja, und dann kam Corona, und die Zeit verstrich wie im Nu, aber der Gedanke,  die Geschichten niederzuschreiben, blieb immer noch fest im Kopf verankert…

Und so lud ich unsere Ladys Anfang September ein, um sich mit mir, natürlich ganz Regelkonform mit Hygienekonzept, Abstandswahrung und allem was dazu gehört, in unserem Vereinsheim zu treffen, um nun endlich, auch trotz Corona, den Gedanken in die Tat umzusetzen.

Mit riesengroßer Freude nahmen sie die Einladung an und erschienen auch fast allesamt.

Bei einem kleinen Vesper und einem Gläschen Wein machten wir es uns gemütlich.

Natürlich gibt es auch im Rettigheimer Heimatbuch das ein oder andere Historische  über unser Vereinsheim zu lesen. Schließlich war es ja auch mal das alte Rettigheimer Rathaus. Ich möchte dabei aber erwähnen, dass ich keine Historikerin bin, sondern einfach nur jemand, der gerne schreibt und hier auf die persönlichen Erinnerungen von ein paar Mitgliedern Einblick geben möchte. Geschichten, die diesem Gebäude lange vor unserer Vereinszeit Leben eingehaucht haben, Geschichten, die ich erfahren durfte, und deren Einverständnis ich bekam, sie niederzuschreiben.

Die  „waschechten Rettigheimerinnen“ Angela Hotz und Angela Göbel fingen auch spontan an, von den guten alten Zeiten zu erzählen. Ich erfuhr als erstes, dass das alte Rathaus damals aus Platzgründen einfach über den Bach gebaut wurde.

Die Geschichte von Angela Hotz mit dem Vereinsheim, beginnt sogar auch gleich mit ihrer Geburt. Als sie im Jahre 1927 das Licht der Welt erblickte, ging ihr Vater , so wie es üblich war, dort aufs Amt, um die Geburt seiner Tochter anzuzeigen. Der damalige Ratsschreiber sagte kurzerhand, dass es den Namen Angela nicht gibt, und schrieb einfach und ohne Einverständnis des Vaters den Namen Angelina fest. Diese zwei kleinen Buchstaben verfolgten sie nun schon so oft bei Amtsgeschäften.

Aber Angela hielt immer daran fest, dass sie auf Angela getauft wurde, und allein dieser Name schon immer für sie seine Gültigkeit hatte. Und auch jeder der sie kennt, kennt sie nur unter diesem Namen, und so wollen wir das gerne auch in Zukunft beibehalten!!!

Als im Jahre 1939 Angela verheiratete Göbel zur Welt kam, war der Fortschritt in Bezug der Namensgebung schon weiter, und sie hatte dadurch nicht die gleichen Probleme 😉

Jeden Sonntag stand der Ratsschreiber Werstein am oberen mittleren Fenster und verkündete von dort aus alles, was so im Laufe der vergangen Woche in Rettigheim passiert war. Egal ob Geburt, Hochzeit oder Vorkommnisse in der kleinen Gemeinde – seine Erzählungen waren mit dem heutigen Ortsblatt zu vergleichen, und die Männer hörten aufmerksam zu, während die Frauen zu Hause das Mittagessen kochten.

Ich erfuhr ebenso, dass das erste Stockwerk, da wo heute unser Vereinsraum ist, das Bürgermeisteramt beherbergte. Der Raum selbst war ja bis zu unseren Umbaumaßnahmen durch eine Mauer in zwei Räume geteilt…

Noch bevor sie weitererzählten,streifte ihr Blick durch unser Vereinszimmer, und sie meinten, es wäre ja echt schön hier, hier ließe es sich auch gut wohnen. Ja, viele unserer Vereinsmitglieder hatten vor ein paar Jahren unzählige Stunden geopfert, um unser Vereinsheim zu renovieren und herzurichten und zu dem zu machen, was es heute ist. Aber das ist eine andere Geschichte und wird auch sicher ein anderes Mal erzählt werden…

Im unteren Stock befand sich das Grundbuchamt. – „Das waren noch Zeiten, als man dort vor Ort noch seine Rente ausbezahlt bekam…“

Als Mathilde Kamuf, bei uns allen als Hilde bekannt, 1946 aus  Tschechien nach Rettigheim kam, musste sie sich hier im alten Rathaus anmelden.

Später hielt hier auch die Post ihren Einzug. Und wenn man telefonieren wollte, hatte  man die Möglichkeit, es auch von dort aus tun. – Nix mit Handy in der Tasche und überall und jeder Zeit erreichbar 😉

Sichtlich in die Zeit von damals versetzt waren die Mädels als sie davon berichteten, dass im oberen Stock, da wo sich jetzt unsere kleine Küche befindet, eine Zelle war. Und wie es sich dafür gehört, war das dazugehörige Fenster auch mit Gitterstäben versehen. Sie konnten sich an die Geschichte mit dem von Kislau ausgebrochenen Sträfling erinnern und erzählten sie so lebendig, als wäre es gerade erst passiert…

Der Geflohene, der noch seine Sträflingskleidung anhatte, wurde von ein paar Kindern hinter einem Heuhaufen auf dem Feld entdeckt und den Erwachsenen verraten. Danach wurde er von zwei Seiten aus, über den Sportplatz und die Waldkapelle so lange verfolgt, bis er endlich wieder gefasst werden konnte. Dies wurde durch einen Schuss aus einer Pistole von der Gruppe angezeigt die ihn gefunden hatten, so dass die anderen auch Bescheid wussten.

Der Gefangene wurde für einen Tag in die Zelle gesperrt, bis er wieder nach Kislau überführt werden konnte, Angela und Angela, selbst noch zu der Zeit Kinder, erinnerten sich noch daran, dass er aus dem Zellenfenster mit ihnen und anderen Kindern erzählt hatte.

Das war aber scheinbar der einzige Insasse dieses Zimmers, soweit zumindest die Erinnerungen.

Im Februar 1948 heiratete Angela Hotz in unserem jetzigen Vereinsraum. Als sie uns davon berichtete zeigte sie auf die Stelle, wo sie damals als Braut und Bräutigam bei ihrem Ja-Wort standen, und man merkte ihr an, dass sie gerade in die Zeit und dem so schönen Ereignis zurückversetzt war.

Angela Göbel heiratete im Jahre 1963 ihren Oskar bereits im „neuen Rathaus“.

Hilde erzählte uns noch davon, dass sich ihr Sohn Rainer noch gut daran erinnern konnte, dass er, vermutlich um die Zeit 1964, ausnahmsweise im alten Rathaus für ein paar Tage Schulunterricht hatte.

Ich durfte noch viele alte Geschichten rund um Rettigheim hören, und ich spürte, wie gerne wir alle in diese alten Zeiten versanken.

Es war ein wunderschöner Abend und ich möchte mich, auch im Namen der Vorstandschaft, ganz herzlich bei euch dreien für eure Erzählungen bedanken.

Liebe Angela, Angela und Hilde,

vielen Dank für Eure Zeit, die ihr mit mir geteilt habt, und die Erlaubnis, eure Geschichten rund um unser Vereinsheim fürs Ortsblatt niederschreiben zu dürfen. Danke, dass wir alle so an dieser Zeitreise teilnehmen können.

Ihr ward zum Abschluss ganz ohne jeden Zweifel der Meinung:

„ Es ist schon schön heute, aber, es war auch eine sehr schöne Zeit damals!!!“

Für die Bürgerwehr freies Rettigheim e.V.

Helga Just

Mellrichstadt 2010

Mellrichstadt – eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld, mit knappen 6000 Einwohnern im Bundesland Bayern, ca. 250 km von Rettigheim entfernt.

„Eine junge Stadt in alten Mauern mit vielen Sehenswürdigkeiten“, heißt es so schön im Reiseführer.

Und an was denken wir als aktive Böllerschützen, wenn wir Mellrichstadt hören?

Ganz klar – In erster Linie an das Bayrische Beschussamt, das in Mellrichstadt zu finden ist. Schließlich spielt Mellrichstadt in der Champions League bei den Materialprüfungsstandorten.

„Ein Beschussamt ist für die Prüfung von Jagd-, Sport- und Verteidigungswaffen, sowie deren Munition zuständig. Die Grundlage dazu bildet ein Gesetz von, man höre und staune 19. Mai 1891.“ (Quelle: Wikipedia)

Auch die Böller und Kanonen von den Böllerschützen der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. obliegen dieser regelmäßigen Prüfung. Alle 5 Jahre machen sich einige der Schützen mit ihren Geschossen, und der ihrer Vereinskameraden, auf den Weg nach Mellrichstadt, um diese beschießen zu lassen und ihre Beschussbescheinigungen zu erhalten.
Ohne diese regelmäßige Abnahme (zu vergleichen mit einer Art TÜV) dürfen wir unsere Böller auch nicht benutzen!

So war der letzte Beschuss im Frühjahr 2020 geplant. Wir hatten auch bereits einen Termin, um mit fast unzähligen Standböllern, den Kanonenrohren und etlichen Hand- und Schaftböllern anzureisen. Aber leider kam ja Corona dazwischen.

Es war einige logistische Arbeit von Nöten, um die ganzen Geschosse zu verschicken, bzw. per Spedition auf den Weg zu schicken.

Aber vom Frühjahr 2010, an dem sich 6 Bürgerwehrler selbst auf den Weg nach Mellrichstadt machten, erinnert Mann sich nur all zu gerne.Alleine anhand von verschiedenen Photos, die uns Bernhard fürs Ortsblatt zur Verfügung gestellt hat, kann man dieses imposante Spektakel erahnen…Und manch einer der „neueren“ Böllerschützen wäre im letzten Jahr sehr gerne mal live vor Ort mit dabei gewesen, wenn auf dem riesigen Gelände vom Mellrichstädter Beschussamt die Böller und Kanonenrohre auf Herz und Nieren erbarmungslos geprüft werden, um sicher zu stellen, dass sie auch erneut die kommenden 5 Jahre gefahrlos überstehen können…

Zur Belohnung bekommt dann jeder einzelne Böller seine Beschussstempel aufgestanzt.

Und in 5 Jahren ist dann auch der nächste Prüftermin schon wieder fällig…

2025 sind wir dann wieder vor Ort mit dabei 😉

Für die Bürgerwehr
Helga Just

Neujahrsböllern in leisen Tönen

Seit mehr als 5 Jahren berichte ich nun im Ortsblatt über die vielen Aktivitäten rund um die Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. .Aber noch nie musste ich über leise Töne in der Silvesternacht vom Hahnenberg schreiben…

Schon seit unzähligen Jahren ist es der späte Silvesterabend, an dem sich die Böllerschützen auf dem Hahnenberg einfinden, um zusammen mit ihren Kanonen und Böllern auf die Mitternachtsansage warten, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen. In diesem Jahr mussten auch wir, dank Ausgangsbeschränkungen und Böllerverbot zu Hause bleiben.

Eine Neujahrsnacht, wie wir sie uns alle wohl kaum vorstellen konnten.
Bleibt uns nur zu hoffen, dass wir alle das Jahr 2022 wieder mit lautem Getöse anböllern dürfen…

„Wir wünschen euch 2 Dinge für 2021: ALLES und NICHTS:
ALLES was euch glücklich macht, und NICHTS was euch verzweifeln lässt.
Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel…“

Ein außergewöhnliches Jahr mit vielen Entbehrungen liegt hinter uns.
Dennoch möchten wir uns für das vergangene Jahr bei allen Freunden und Gönnern der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V., sowie allen Helfern, auch die im Stillen und Verborgenen arbeiteten, ganz herzlich bedanken.

Wir wünschen euch ein Glückliches und Gesundes Neues Jahr!!!

Im Namen der Vorstandschaft
Helga Just

Und hier noch ein paar Bilder aus vergangenen Neujahrsböllern

Adventsfenstereröffnung 2020

Seit vergangenem Dienstag erstrahlen nun auch die oberen Fenster unseres Vereinsheimes in einem weihnachtlichen Flair. Unsere Künstlerin hat sich mal wieder etwas Besonderes einfallen lassen.

Wer sagt, dass Rettigheim dieses Jahr auf den Adventsmarkt verzichten musste, hat sich nun doch getäuscht. Anette hat ihn nämlich geschafft, ihn einfach in ihrer Fenstergestaltung zum Leben zu erwecken. Und egal ob Verkaufsbuden oder Karussell, es ist ihr gut gelungen! Ein kleiner Spaziergang zu den erleuchteten Fenstern lohnt sich auf jeden Fall. Vielen herzlichen Dank dafür.

Es
ist Zeit,
innezuhalten,
Stille und Ruhe zu
genießen.
Es ist Zeit für die wichtigen Menschen, die uns begleiten.
Es ist Zeit für Worte
und Gesten der Dankbarkeit.
Es ist Zeit, zurückzublicken und
auf Erreichtes stolz zu sein. Es ist Zeit,
Kraft zu tanken für die Aufgaben, welche
vor uns stehen.
Es
ist
Weihnachtszeit.

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V.

Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr!

Sehenswertes in unserem Vereinsheim

Wir haben so viele Künstler und Gönner unter den Bürgerwehrlern, die schon so manches wertvoll Schönes kreiert, und dies für unser Vereinsheim übergeben haben.

Letzte Woche galt der Dank Günter Emmerich, der wieder einmal sein Können unter Beweis stellte, und uns mit dem Kleeblattwappen beschenkte.

Vor längerer Zeit machte sich einer der Gründungsväter daran, dass es in unserem Vereinsheim auch endlich möglich war, die aktuelle Uhrzeit zu wissen 😉

Ganz klar, dass es für ihn nicht irgendeine herkömmliche Uhr sein sollte.

Die Einzigartigkeit und zugleich die Verbindung zur Bürgerwehr freies Rettigheim und auch den Böllerschützen, wie er selbst einer ist, sollte gleichermaßen zur Geltung kommen.
Und jeder, der das Ergebnis gesehen hatte, war zutiefst beeindruckt.

Nicht nur, dass unser Vereinswappen in der Mitte, beschriftet mit den Gründungsvätern und Erbauer von Jaquelin, seinen zentralen Platz fand. Auch die Ziffern der Uhr hatten eine ganz besondere Gestaltung bekommen. Unter jeder Ziffer kann man einen kleinen Standböller entdecken.

Ja, da hat sich Friedrich Werstein in vielen Arbeitsstunden richtig ins Zeug gelegt.

Lieber Friedrich,

auch wenn Deine Uhr mittlerweile schon sehr lange im Vereinsheim uns die Zeit ansagt, hat nun endlich auch die Stunde geschlagen, um auch Dir auf diesem Wege für Dein kleines Meisterwerk Danke zu sagen. Sie ist und bleibt ein echter Hingucker 🙂

Ebenso hat sich auch Rudi Hotz noch lange vor Corona kreativ gezeigt.

Vielleicht hat ihn ja so mancher Ausschank von unserem Artilleriefeuer dazu animiert? Wer weiß…diese Frage könnte uns nur er selbst beantworten.

Das Ergebnis ist auf alle Fälle auch hier sehenswert.

Mit seinen Schnapsgläserhaltern überraschte er uns an einem Treffen im Vereinsheim. Natürlich sind auch diese Bürgerwehrgetreu mit einem Kleeblatt versehen.

Lieber Rudi,

und auch Dir nochmals auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für Deine Werke 🙂

Im Namen der Bürgerwehr
Helga Just

Dankeschön

Und noch ein weiteres Dankeschön darf ich im Namen der Vorstandschaft der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. aussprechen.
Vor geraumer Zeit überraschte uns Günter Emmerich mit einem ganz besonderen Geschenk, anlässlich unseres 10 jährigem Bestehen. In bestimmt zahlreichen Stunden schnitzte er uns zu unserem Jubiläum ein Kleeblattwappen.

Wie viel Arbeit darin steckt können wir nur erahnen.
Lieber Günter, wir möchten Dir auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön sagen. Das Wappen hat in unserem Vereinsheim bereits einen gebührenden Platz gefunden 🙂

Im Namen der Vorstandschaft
Helga Just

Adventsfenstereröffnung 2020

Manche Dinge haben auch in schwierigen Zeiten ihre Beständigkeit. Aber es gibt ja immer Jemanden, der an einen denkt 😉

Zum Glück…

So freuen wir uns, dass Anette Kamuf auch in diesem Jahr die Adventsfenstergestaltung für das Vereinsheim der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. übernommen hat.

Noch ist es ein großes Geheimnis, was uns wieder erwarten wird. Aber der Dezember ist ja auch der Monat der kleinen und großen Heimlichkeiten.

Am 15.12. wird das Geheimnis gelüftet werden, und das ein oder andere Fenster wird sicher wieder im weihnachtlichen Flair erstrahlen.

Auch wenn wir in diesem Jahr keinen Glühwein oder Punsch ausschenken dürfen, es keine leckeren Waffeln geben wird, und wir auch anschließend nicht im Vereinsheim in der warmen Stube verweilen dürfen, sind wir eingeladen, die Fenster täglich ab 17.00 Uhr zu besichtigen.

Liebe Anette,

es bleibt für uns spannend und wir freuen uns schon darauf. Vielen Dank schon mal im Voraus für Dein erneutes Engagement 🙂

Im Namen der Bürgerwehr
Helga Just

10 Jahre Bürgerwehr freies Rettigheim e.V.

Im November 2010 fand die Gründungsversammlung unseres Vereines statt. Seitdem hat sich in der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. schon vieles getan.
Unser Verein ist mittlerweile weit über unsere Gesamtgemeinde hinaus bekannt. Mit der Teilnahme an Böllertreffen und Schützenfesten in der näheren und weiteren Umgebung haben wir viele Freunde der alten Traditionen gewonnen.
Besonders mit „Jaquelin, der Schrecklichen“ fallen wir bei so manchen Treffen lautstark ins Gewicht. Jaquelin weiß sich aber auch immer wieder in Szene zu setzen…
Aber auch unsere Stand-, Schaft- und Handböllerschützen wissen ihre Geschosse einzusetzen. Sowohl bei Böllertreffen als auch bei so mancher Kerweeröffnung sind wir mit unseren Böllern vor Ort gern gesehene Gäste und mittlerweile bei den Meisten nicht mehr wegzudenken.
Und so wären wir auch dieses Jahr (wäre uns Corona nicht dazwischengekommen), an sehr vielen Wochenenden für den Verein und die Traditionspflege unterwegs gewesen.

Aber unsere Bürgerwehr ist nicht nur Kanonen- und Böllerklänge 🙂
Viele Jahre übernahm die Bürgerwehr die Organisation und Kosten für das Kinderkarussell auf dem Rettigheimer Weihnachtsmarkt. Dabei fanden wir eine große Unterstützung der hiesigen Firmen und mancher Privatleute.
2012 ließen wir erstmals das Waldfest bei der Rettigheimer Waldkapelle wiederaufleben. Seitdem erfreuen sich Jahr für Jahr zahlreiche Gäste an unserem leckeren Essen, einem reichhaltigen Getränkenangebot, einem schönen Ambiente und an unsere Gastfreundschaft.
Unser Verein öffnet auch das Vereinsheim an manchem Sonntagnachmittag im Jahr mit einem vielfältigen Angebot von selbst gebackenen Kuchen und Torten. Und auch am Wochenende wurde in regelmäßigen Abständen zum geselligen Beisammensein eingeladen.
Unsere zahlreichen Mitglieder im Alter von 1 Jahr bis hin zu Ü 90 wissen unseren Verein sehr zu schätzen. Ja, selbst die Kleinsten tragen bereits voller Stolz (zumindest interpretieren wir das mal so) unser Vereinsshirt.
Ein paar der Bürgerwehrler haben sich nach einem Aufruf auch gerne bereit erklärt, in kurzen Worten zu sagen, was ihnen ganz spontan zu unserem Verein einfällt. Was uns dabei sehr erfreute, die Äußerungen waren doch durchweg positiv. Ich möchte euch keine davon vorenthalten:
„Für mich als Gründungsmitglied bedeutet unser Verein die Vertretung gemeinsamer Interessen, wie zum Beispiel das Böller schießen. Aber auch das gemütliche Beisammensein mit Freunden in unserem Vereinsheim.“
Fabian (26) schreibt: „Wenn ich an die Bürgerwehr denke, fallen mir viele schöne Abende im Vereinsheim ein.“
Vivian (26) bringt es kurz und knapp mit 2 Schlagwörtern auf den Punkt: „Gemeinschaft und Zusammenhalt! „
“ Die Bürgerwehr ist nicht einfach nur ein Verein, sondern er bedeutet für mich Zusammenhalt, bei dem auch Freundschaften im Laufe der Zeit entstanden sind, die ich nicht mehr missen möchte. Alle Aktivitäten, die wir in den vergangenen Jahren zusammen gestemmt haben, waren einzigartig“, so die Worte von Gerhard und Birgit.
Ein weiterer Kommentar lautete: „Die Bürgerwehr ist einfach spitze. Man trifft nur nette Leute, mit denen man sich gut unterhalten kann, viel Spaß hat und sich wohl fühlt wie zu Hause.“
Auch Siggi (59) und Michael (60) haben sich für ein Kommentar bereit erklärt: „Oifach scheeeh. Wir fühlen uns sehr wohl. Man trifft sich… Jung und Alt… Hat Spaß und freut sich alle mal wieder zu sehen. Auch wenn wir nicht beim Böllern dabei sind… Es ist wie eine große Familie.“

Eine weitere anonyme Zuschrift lautete: “Für mich ist die Bürgerwehr das Aufleben alter Traditionen, Böllerklänge, Gemeinschaftssinn und nette Leute. Ebenso freue ich mich über viele tolle und lesenswerte Artikel im Ortsblatt, bei denen man merkt, dass viel Zeit und Liebe zum Schreiben steckt!“  (Anmerkung meinerseits: Vielen Dank, das nehme ich doch mal gleich persönlich ;-))

Auch Thomas (32) meldete sich zu Wort: „ BW ist für mich ein Verein der traditionelle Brauchtümer wie Böllern, aber auch Erhaltung von Fachwerk oder Waldfest hoch hält und somit Bindeglied zur jüngeren Generation darstellt wodurch die Brauchtümer unserer Region am Leben gehalten und „weitervererbt“ werden.“
Und zum guten Schluss haben sich auch noch unsere 3 ältesten und auch mit die Treuesten weiblichen Mitglieder geäußert. Angela, Hilde und Waltraud waren in der Vergangenheit nahezu bei jedem Treffen der Bürgerwehr mit dabei. „Wir drei fühlen uns sehr wohl im Verein und freuen uns von der Jugend angenommen worden zu sein. Seit Corona sehnen wir uns wieder aufs Vereinstreffen…“

Könnten wir einen schöneren Abschluss haben? Ich glaube kaum…Jung und Alt fühlen sich offensichtlich gemeinsam bei uns wohl :-). Da können wir nur hoffen, dass wir bald wieder mit dem aktiven Vereinsleben durchstarten dürfen…

Auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich für die Bereicherung dieses Artikels bedanken. Es ist doch immer wieder schön zu hören, dass euer Verein, der ja von und mit euch lebt, auch auf einem guten Wege ist…
Wir wünschen euch allen eine schöne Sommer- und Urlaubszeit, wo auch immer…
Passt auf euch auf!

Für die Vorstandschaft
Helga Just

Antworten zum Rätsel April 2020

Auf der Suche nach Antworten…

In der vergangenen Ausgabe des Rettigheimer Ortsblattes hatten wir uns ein paar Fragen rund um die Bürgerwehr überlegt. Wir hoffen, der ein oder andere hatte etwas Spaß daran, nach den passenden Antworten zu suchen, und ist schon gespannt auf die Lösungen. Wie versprochen, gibt es die nun heute, mit ein paar zusätzlichen Infos rund um unseren Verein:

  1. Die Gründungsversammlung der Bürgerwehr freies Rettigheim e.V. war am 19. November 2010. Am 14. Januar 2011 wurde unser Verein vom Amtsgericht bestätigt.
  2. Unser 1. Vorsitzende ist Christian Ackermann, der 2. Ralf Lennarz
  3. Für unsere Kasse ist Stefan Werner zuständig und der Schriftführer des Vereins ist Bernhard Schmitt.
  4. Die Grundanliegen unseres Vereines sind der Erhalt des Brauchtums und die Traditionspflege des Böllerschießens. Die Geschichte des Böllerschießens liegt etwa 600 Jahre zurück, und noch vor gut 100 Jahren, war es üblich kirchliche Feste und diverse Feiern mit Böllerschüssen zu eröffnen.

Na? – Bis jetzt war es ja noch ganz einfach 😉

  1. Wer in der Ausgabe vor 2 Wochen gelesen hatte, wusste hier die Antwort schon… Fast zumindest… die aktuelle Mitgliedszahl hat sich nämlich wieder erhöht und somit sind wir bei 277 Mitgliedern 🙂
  2. Die große historische Kanone ist in Rettigheim und der weiteren Umgebung unter „Jaquelin, die Schreckliche“ bekannt.
  3. Das Kaliber ihres Rohres beträgt 76 Millimeter, bei einem Gewicht von 400 kg.
  4. Die stolzen Väter sind Bernhard, Christian, Friedrich, Ingo, Gerhard, Ralf, Stefan, Ulrich und Ulrich (die Nachnamen spare ich mir, denn alle Väter sind denke ich auch mit ihren Vornamen gut bekannt)
  5. Die eiserne Lady hat ein stolzes Gesamtgewicht von 850 kg.
  6.  Nur mit einer gültigen Erlaubnis nach §27 des Sprengstoffgesetzes und wenn man mit dem richtigen Umgang mit dem Böller vertraut ist, darf man einen Böller oder eine Kanone abfeuern. Diese muss auch alle 5 Jahre erneuert werden.
  7. Wir Böllerschützen kommen bei Böllerschützentreffen und Schützenfesten zum Einsatz. Ebenso sind wir mittlerweile bei  zahlreichen Kerweeröffnungen und  Hochzeiten gern gesehene Gäste.
  8. Jaquelin braucht laut Beschuss 240 g Böllerpulver. Ein Schaftböller zum Vergleich zwischen 30 und 40 g, ein Handböller etwa 15 g. Es kommt natürlich auch auf das Kaliber der einzelnen Böller an, mit wie viel Pulver gefüllt werden darf…
  9. Das Pulver wird anschließend mit einem Korken verdämmt.
  10. Es gibt Stand-, Hand- und Schaftböller…
  11. Das große Event vom 9. – 11.8.2013 war „The wedding“.
  12. Jaquelin setzte sich mit ihrem Einsatz vom Heidelberger Schloss aus prachtvoll und lautstark in Szene!

Da waren nun doch ein paar kniffligere Fragen dabei… Doch dann kamen noch ein paar einfache zum Schluss:

  1. Das wusste sicher jeder… das Waldfest. Dies war das erste große Projekt der Bürgerwehr. Und seit 2012 fand es jedes Jahr bei der Waldkapelle wieder statt.
  2. Der Ochs am Spieß zählte von Anfang an zu unserem Hauptessen. Außerdem heiße Krakauer und Lyoner. Dazu kamen Obatzda und seit 2 Jahren Rindfleischsalat.
  3. Die Rettigheimer Böllerschützen haben in erster Linie bei ihrem Waldfest ihr „Heimspiel“. Ebenso bei der Eröffnung unserer eigenen Kerwe am letzten Septemberwochenende.
  4. Und wer die letzte Frage nicht beantworten konnte, war wohl noch nie bei einem unserer stets geselligen Vereinsangeboten…Unser Vereinsheim ist in der Malscherstraße, direkt neben der Bäckerei Notheis, beim Brunnen in der Ortsmitte.

So, das waren nun die Antworten zu unseren Rätselfragen…

Naaa??? Wirklich alles gewusst?

Dann wart ihr sehr gut, oder ihr hattet unser Vereinsbuch zur Hilfe 😉 Egal wie, hat es hoffentlich Spaß gemacht…

Noch zur Info:

Unser Vereinsheim bleibt auch weiterhin geschlossen. Wir halten euch auf dem Laufenden, ganz klar…

Im Namen der Vorstandschaft
Helga Just